Donnerstag, 2. Juli 2020

Marlon James

Der New York Times-Bestseller-Autor tritt erstmals im deutschsprachigen Raum auf und präsentiert seinen Roman Eine kurze Geschichte von sieben Morden, für den er als erster Jamaikaner den Booker-Preis gewann.

 

Marlon James gilt als einer der bedeutendsten Literaten und einflussreichsten Persönlichkeiten unserer Zeit. Seine Romane wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen geehrt. Er lebt heute in Minneapolis, USA.

 

In Zürich präsentiert er seinen wortgewaltigen Roman Eine kurze Geschichte von sieben Morden. Dreh- und Angelpunkt ist ein missglückter Mord an Reggae-Star Bob Marley. 

Jamaika 1976: Sieben bewaffnete Männer dringen in das Haus von Bob Marley ein und eröffnen das Feuer. Marleys Manager wirft sich schützend über ihn und erleidet dabei lebensgefährliche Verletzungen. Marleys Frau Rita wird ebenfalls schwer verwundet, er selbst bleibt mit leichteren Verletzungen an Armen und Brust zurück. Wer waren die Täter? Was waren ihre Motive? Ausgehend von dem Attentat und den Spekulationen, die sich darum ranken, entwirft Marlon James ein vielseitiges Stimmungsbild Jamaikas in den 70er und 80er Jahren voll Gewalt, politischer Willkür, Drogen und Intrigen, ausgestaltet bis ins kleinste Detail. Der Roman ist unheimlich fesselnd, komisch und ultrabrutal. 2015 erhielt Marlon James dafür den Booker-Preis. 

 

Foto: Mark Seliger